Höhenplanung beim Neubau – Grundstück, Entwässerung & Außenanlagen richtig planen

Entwässerungsplanung

Die richtige Höhenplanung des Grundstücks gehört zu den wichtigsten Grundlagen einer funktionierenden Außenanlage. Bereits wenige Zentimeter können darüber entscheiden, ob eine Terrasse sauber an das Gebäude anschließt, Regenwasser vom Haus weggeführt wird oder eine Zufahrt später problemlos an Straße, Garage und Hauseingang anschließt.


Gerade bei Neubauten sollten Gebäudehöhe, Grundstück, vorhandenes Gelände, Straße, Nachbargrundstücke, Terrasse, Zufahrt und Garten deshalb nicht getrennt betrachtet werden. Eine frühzeitige Höhenplanung hilft Bauherren, Architekten und ausführenden Unternehmen dabei, spätere Probleme und unnötige Erdarbeiten zu vermeiden.


Die Tabaplan GmbH unterstützt Bauherren, Architekten, Bauträger und Projektentwickler deutschlandweit bei der Höhen-, Entwässerungs- und Außenanlagenplanung für Neubauprojekte.

Warum ist die Höhenplanung beim Neubau so wichtig?


Nach Fertigstellung des Rohbaus entsteht häufig erstmals ein klares Bild davon, wie das Gebäude tatsächlich im Grundstück liegt.

Dann zeigt sich beispielsweise, dass die Haustür deutlich höher als die Straße liegt, die Terrasse einen großen Höhenunterschied zum Garten aufweist oder zwischen Grundstück und Nachbarfläche ein Geländesprung entsteht.

Solche Situationen sollten nicht erst während der Pflaster- oder Gartenarbeiten gelöst werden.

Eine frühzeitige Höhenplanung legt fest, wie Gebäude, Gelände und Außenanlagen später miteinander verbunden werden.



Welche Höhen müssen beim Grundstück berücksichtigt werden?



Bei der Planung betrachten wir nicht nur eine einzelne Gebäudehöhe.

Je nach Bauvorhaben müssen verschiedene Punkte miteinander abgestimmt werden.

Dazu gehören unter anderem:

-Hauseingang
-Terrassentüren
-Garage
-Carport
-Zufahrt
-Stellplätze
-Terrasse
-Gartenwege
-Grundstücksgrenzen
-Straßenhöhe
-Nachbargrundstücke
-Kellerzugänge
-Lichtschächte
-Rigole und Zisterne
-Entwässerungsrinnen und Abläufe

Aus diesen Punkten entsteht ein zusammenhängendes Höhenkonzept für das gesamte Grundstück.



Höhenplanung und Grundstücksentwässerung gehören zusammen



Eine gute Höhenplanung ist gleichzeitig ein wichtiger Bestandteil der Entwässerungsplanung.

Regenwasser folgt grundsätzlich dem Gelände. Deshalb muss bereits bei der Planung feststehen, in welche Richtung Zufahrt, Terrasse, Wege und weitere befestigte Flächen entwässern sollen.

Flächen sollten möglichst so geplant werden, dass Niederschlagswasser nicht unkontrolliert zum Gebäude, in tiefer liegende Eingänge oder auf angrenzende Grundstücke geführt wird.

Entwässerungsrinnen, Abläufe, Rigolen, Mulden oder andere Systeme können anschließend gezielt an den vorgesehenen Tiefpunkten angeordnet werden.



Gefälle richtig planen



Terrassen, Zufahrten und Pflasterflächen benötigen ein funktionierendes Gefälle.

Dabei geht es nicht nur darum, Wasser irgendwie von einer Fläche wegzuführen. Die Richtung des Gefälles muss zur gesamten Grundstücksentwässerung passen.

Eine Zufahrt kann beispielsweise zur Straße, zu einer Entwässerungsrinne oder zu einem vorgesehenen Rückhaltebereich entwässern. Eine Terrasse sollte so geplant werden, dass Niederschlagswasser kontrolliert vom Gebäude weggeführt wird.

Deshalb sollten Gefälle, Höhen und Entwässerung immer gemeinsam geplant werden.



Hauseingang und Außenanlagen aufeinander abstimmen



Der Hauseingang ist einer der wichtigsten Bezugspunkte der Höhenplanung.

Hier müssen Gebäudeeingang, Zuwegung, Zufahrt und möglicherweise vorhandene Stufen oder Rampen miteinander verbunden werden.

Wird die spätere Außenhöhe zu spät berücksichtigt, können unnötig große Stufen, starke Gefälle oder ungünstige Übergänge entstehen.

Gerade bei barrierearmen oder möglichst schwellenlosen Zugängen sollte deshalb bereits früh festgelegt werden, auf welcher Höhe die angrenzenden Außenflächen liegen sollen.



Terrassenhöhe beim Neubau



Auch die Terrasse sollte frühzeitig in die Höhenplanung einbezogen werden.

Besonders bei bodentiefen Fenstern stellt sich häufig die Frage, wie hoch der spätere Terrassenbelag liegen darf und wie der Übergang zum Garten gestaltet wird.

Neben der Anschlussstelle zum Gebäude müssen Gefälle, Entwässerung, Aufbauhöhe und späterer Garten berücksichtigt werden.

Bei größeren Höhenunterschieden können zusätzliche Stufen, Mauern oder Geländemodellierungen erforderlich sein.

Eine abgestimmte Terrassenhöhe verhindert, dass während der Ausführung improvisiert werden muss.



Zufahrt und Straßenhöhe



Bei der Planung einer neuen Zufahrt sind mehrere feste Höhen zu berücksichtigen.

Auf der einen Seite liegt die öffentliche Straße beziehungsweise der vorhandene Gehweg. Auf der anderen Seite befinden sich Gebäude, Garage, Carport oder Stellplätze.

Zwischen diesen Punkten muss ein technisch und praktisch nutzbarer Übergang geschaffen werden.

Dabei sollte insbesondere geprüft werden, ob das geplante Gefälle für Fahrzeuge sinnvoll ist und wie Regenwasser behandelt wird.

Eine gute Höhenplanung verhindert beispielsweise ungünstige Mulden, starke Rampen oder Wassersammlungen vor Garage und Gebäude.



Garage und Carport richtig anschließen



Bei Garage und Carport müssen Zufahrtshöhe, Bodenplatte beziehungsweise Pflasterhöhe und Entwässerung zusammenpassen.

Wird beispielsweise die spätere Pflasterhöhe nicht vor Herstellung der Fundamente berücksichtigt, können ungünstige Anschlüsse entstehen.

Auch die Dachentwässerung von Garage oder Carport kann Einfluss auf das Entwässerungskonzept haben.

Bei Neubauten empfiehlt es sich deshalb, Carport, Zufahrt, Fundamente und Entwässerung frühzeitig gemeinsam zu planen.



Höhenunterschiede im Garten lösen



Nicht jedes Grundstück ist eben.

Teilweise entstehen durch Gebäude, Straße oder vorhandenes Gelände erhebliche Höhenunterschiede.

Diese können über eine gezielte Geländemodellierung gelöst werden. Abhängig vom Grundstück sind beispielsweise sanfte Böschungen, Terrassierungen, Stufenanlagen oder Stützkonstruktionen möglich.

Wichtig ist dabei, die spätere Nutzung des Gartens zu berücksichtigen.

Eine große Böschung kann zwar technisch funktionieren, nimmt jedoch möglicherweise wertvolle Gartenfläche ein. Eine Stützmauer benötigt weniger Fläche, verursacht dafür aber zusätzliche Baukosten.

Die Höhenplanung hilft, solche Varianten frühzeitig miteinander zu vergleichen.



L-Steine und Stützmauern bei Neubaugrundstücken



Bei größeren Geländesprüngen können L-Steine, Winkelstützen, Betonmauern oder andere Stützkonstruktionen erforderlich sein.

Diese Bauteile sollten nicht erst während der Gartenarbeiten festgelegt werden.

Ihre Lage und Höhe beeinflussen Erdarbeiten, Entwässerung, Wege, Terrasse und angrenzende Grundstücksbereiche.

Durch eine frühzeitige Planung kann außerdem besser abgeschätzt werden, welche Bodenmengen bewegt werden müssen und wo Stützkonstruktionen tatsächlich notwendig sind.



Geländemodellierung und Erdarbeiten



Aus der Höhenplanung ergibt sich unmittelbar, wo Boden abgetragen und wo Gelände aufgefüllt werden muss.

Dadurch kann eine erste Bodenbilanz entstehen.

Bei einem Neubau ist häufig bereits Bodenaushub aus Baugrube und Fundamentarbeiten vorhanden. Ein Teil davon kann – sofern geeignet – möglicherweise innerhalb des Grundstücks weiterverwendet werden.

Eine durchdachte Geländemodellierung kann deshalb nicht nur gestalterische Vorteile haben, sondern auch Auswirkungen auf die Kosten für Baggerarbeiten, Bodenabfuhr und Materiallieferungen.



Aufmaß und Vermessung als Grundlage



Eine zuverlässige Höhenplanung benötigt geeignete Grundlagen.

Bei vielen Neubauprojekten liegen bereits Vermessungs- oder Lagepläne vor. Trotzdem kann es sinnvoll sein, nach Abschluss wesentlicher Hochbauarbeiten den aktuellen Zustand des Grundstücks erneut zu prüfen.

Durch ein Aufmaß können vorhandene Höhen von Gebäude, Grundstück, Straße und wichtigen Anschlusspunkten erfasst werden.

Diese Informationen bilden anschließend eine belastbare Grundlage für Entwässerungs-, Tiefbau- und Außenanlagenplanung.



Höhenplanung für die Pflasterarbeiten



Bevor eine Pflasterfläche hergestellt wird, muss ihre endgültige Oberflächenhöhe bekannt sein.

Daraus ergibt sich rückwärts der erforderliche Aufbau aus Pflaster beziehungsweise Platte, Bettung, Tragschichten und Untergrund.

Sind die Endhöhen nicht korrekt festgelegt, kann der Tiefbauer den Unterbau zwar technisch sauber herstellen, trotzdem später an falscher Stelle ankommen.

Deshalb sollte bereits vor dem Bodenaushub bekannt sein, welche Fertighöhe für Zufahrt, Stellplatz, Weg oder Terrasse vorgesehen ist.



Tragschichten und Höhen richtig koordinieren



Die Höhenplanung betrifft nicht nur die fertige Oberfläche.

Auch der gesamte Aufbau darunter muss berücksichtigt werden.

Je nach Fläche können verschiedene Schichtdicken für Frostschutz, Schottertragschicht, Bettung und Oberbelag erforderlich sein.

Diese Aufbauhöhen bestimmen wiederum, wie tief vorher ausgekoffert werden muss.

Eine abgestimmte Planung verhindert, dass während der Ausführung plötzlich zusätzlicher Boden entfernt oder Material nachgeliefert werden muss.



Entwässerungsrinnen und Abläufe auf die Höhen abstimmen



Entwässerungsrinnen und Abläufe funktionieren nur, wenn das umliegende Gelände tatsächlich zu ihnen hin entwässert.

Ihre Höhen und Positionen müssen deshalb bereits während der Flächenplanung festgelegt werden.

Besonders relevant ist dies beispielsweise vor Garagen, Hauseingängen, Terrassen oder bei größeren befestigten Hofflächen.

Die Höhenplanung schafft die Voraussetzung dafür, dass Rinnen und Abläufe später dort liegen, wo das Wasser tatsächlich ankommt.



Rigole und Zisterne benötigen ebenfalls Höhen



Auch unterirdische Entwässerungsanlagen hängen von der Höhenplanung ab.

Bei einer Zisterne müssen beispielsweise Zulauf, Überlauf und gegebenenfalls nachgeschaltete Rigole höhenmäßig funktionieren.

Ähnliches gilt für Regenwasserleitungen und Schächte.

Wenn die verfügbaren Höhen nicht frühzeitig geprüft werden, kann später festgestellt werden, dass ein geplanter Leitungsweg nicht mit ausreichendem Gefälle ausgeführt werden kann.

Daher sollten unterirdische Entwässerungsanlagen und Geländeplanung miteinander koordiniert werden.



Starkregen bei der Geländehöhe berücksichtigen



Neben der normalen Entwässerung sollte bei geeigneten Projekten auch betrachtet werden, was bei außergewöhnlich starken Regenereignissen passiert.

Wenn Abläufe oder Rigolen vorübergehend ausgelastet sind, fließt Wasser oberirdisch entsprechend der Geländehöhen weiter.

Deshalb können kontrollierte Tiefpunkte, Rückhaltebereiche und Notwasserwege sinnvoll sein.

Besonders kritische Bereiche wie Hauseingänge, Kellerabgänge und Tiefgaragenzufahrten sollten möglichst vor zufließendem Oberflächenwasser geschützt werden.



Höhenplanung für Bauherren



Für private Bauherren ist die Vielzahl unterschiedlicher Höhen häufig schwer einzuschätzen.

Der Architekt plant das Gebäude, der Tiefbauer benötigt die späteren Außenhöhen und der Gartenbauer muss wissen, wie Terrasse, Wege und Garten angeschlossen werden sollen.

Hier kann eine übergeordnete Außenanlagen- und Höhenplanung helfen.

Sie schafft eine gemeinsame Grundlage für die beteiligten Unternehmen und reduziert die Notwendigkeit, wichtige Höhenentscheidungen erst auf der Baustelle treffen zu müssen.



Höhenplanung für Architekten und Bauträger



Auch Architekten, Bauträger, Generalplaner und Projektentwickler unterstützen wir bei der Abstimmung zwischen Hochbau und Außenanlagen.

Dabei können Gebäudehöhen, Gelände, Entwässerung, Verkehrsflächen und Freianlagen bereits frühzeitig miteinander koordiniert werden.

Besonders bei komplexeren Grundstücken hilft dies dabei, kritische Höhensituationen bereits während der Planung zu erkennen.

Die Höhenplanung kann anschließend als Grundlage für Tiefbau-, Entwässerungs- und Außenanlagenplanung weiterverwendet werden.



Typische Fehler bei der Höhenplanung vermeiden



Viele Probleme auf Neubaugrundstücken entstehen nicht durch schlechte Materialien, sondern durch fehlende oder widersprüchliche Höhen.

Typische Beispiele sind eine zu hoch geplante Terrasse, Wasser vor der Garage, unnötig steile Zufahrten oder große Geländesprünge zum Nachbargrundstück.

Auch eine bereits eingebaute Rigole oder Zisterne kann problematisch werden, wenn später festgestellt wird, dass Leitungs- und Geländeanschlüsse höhenmäßig nicht zusammenpassen.

Eine frühzeitige Gesamtplanung reduziert solche Risiken.



Höhenplanung vor den Erdarbeiten



Idealerweise steht das wesentliche Höhenkonzept fest, bevor die größeren Außenanlagen-Erdarbeiten beginnen.

So weiß das ausführende Unternehmen, wo Boden abgetragen, aufgefüllt und welche Endhöhen vorbereitet werden müssen.

Dadurch lassen sich Baggerarbeiten, Bodenbewegungen und Materialmengen wesentlich besser koordinieren.

Die Höhenplanung bildet damit eine wichtige Schnittstelle zwischen Planung, Entwässerung, Erdarbeiten und späterer Außenanlage.



Höhenplanung deutschlandweit



Unsere Planungsleistungen für Neubaugrundstücke bieten wir deutschlandweit an.

Auf Grundlage vorhandener Lagepläne, Architekturzeichnungen, Vermessungsdaten und weiterer Projektunterlagen können wir Bauherren, Architekten, Bauträger und Projektentwickler bei der Höhen- und Außenanlagenplanung unterstützen.

Abhängig vom Projekt können zusätzlich Entwässerungsplanung, Geländemodellierung, Kostenschätzung und Ausführungsplanung Bestandteil der Bearbeitung sein.

Die spätere Ausführung kann unabhängig davon durch ein vorhandenes regionales Tiefbau- oder Gartenbauunternehmen erfolgen.





Häufige Fragen zur Höhenplanung beim Neubau



Wann sollte die Höhenplanung für das Grundstück erfolgen?

Möglichst bevor größere Erdarbeiten und die endgültige Herstellung von Zufahrt, Terrasse und anderen Außenflächen beginnen.



Welche Höhen werden für die Außenanlagen benötigt?

Relevant sind insbesondere Gebäudeanschlüsse, Hauseingang, Terrasse, Garage, Zufahrt, Stellplätze, Grundstücksgrenzen, Straße und vorhandenes Gelände.



Wer plant die Grundstückshöhen?

Je nach Projekt können verschiedene Planer beteiligt sein. Bei Außenanlagen ist wichtig, dass Gebäude-, Entwässerungs- und Freianlagenhöhen gemeinsam koordiniert werden.



Warum ist die Höhenplanung für die Entwässerung wichtig?

Weil Regenwasser entsprechend den vorhandenen Gefällen fließt. Mit einer geeigneten Höhenplanung können Fließrichtungen und Tiefpunkte gezielt gesteuert werden.



Kann eine Terrasse später höher oder tiefer gebaut werden?

Grundsätzlich sind Anpassungen möglich. Änderungen können jedoch Auswirkungen auf Gebäudeanschluss, Gartenhöhe, Treppen, Entwässerung und erforderliche Erdarbeiten haben.



Wie wird eine Zufahrt an die Straße angeschlossen?

Hier müssen Straßenhöhe, Grundstückshöhe, Gebäude beziehungsweise Garage und das notwendige Gefälle miteinander verbunden werden.



Wann werden L-Steine benötigt?

L-Steine oder andere Stützkonstruktionen können erforderlich sein, wenn Höhenunterschiede nicht sinnvoll über Böschungen oder Geländemodellierung ausgeglichen werden können.



Brauche ich vor der Höhenplanung eine Vermessung?

Für eine belastbare Planung werden geeignete Höheninformationen benötigt. Ob vorhandene Unterlagen ausreichen oder ein neues Aufmaß erforderlich ist, hängt vom Projekt ab.



Kann Tabaplan nur die vorhandenen Höhen prüfen?

Ja. Eine Beauftragung kann zunächst mit einer Prüfung vorhandener Pläne und Höhendaten beginnen.



Kann Tabaplan anschließend auch Entwässerung und Außenanlagen planen?

Ja. Höhenplanung kann mit Entwässerungs-, Außenanlagen- und Ausführungsplanung kombiniert werden.


Entwässerungsplanung



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