Die Wahl-Gruppe aus Siegen hat Anfang September 2026 für sechs Gesellschaften ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Rund 1.000 Beschäftigte und 31 Standorte sind betroffen. Für Geschäftspartner, Dienstleister, Lieferanten und auch Bauunternehmen stellt sich damit eine wichtige Frage: Was ist zu beachten, wenn ein Auftraggeber oder Geschäftspartner in eine wirtschaftlich schwierige Situation gerät?
Die Wahl-Gruppe aus Siegen steht derzeit im Mittelpunkt einer aktuellen Insolvenz- und Sanierungsmeldung. Für sechs Gesellschaften wurde Anfang September 2026 ein Verfahren in Eigenverwaltung beantragt. Der Geschäftsbetrieb soll dabei an den bestehenden Standorten fortgeführt werden.
Betroffen sind Unternehmen aus dem Bereich Autohaus, Werkstatt, Fahrzeugservice, Lackierung und Mobilität. Die Wahl-Gruppe beschäftigt insgesamt rund 1.000 Mitarbeiter und ist an 31 Standorten in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz vertreten.
Für Kunden und Beschäftigte ist die Fortführung des Geschäftsbetriebs besonders relevant. Für Geschäftspartner entsteht dagegen eine andere Fragestellung: Wie geht man mit offenen Forderungen, laufenden Aufträgen, Lieferungen, Dienstleistungen, Bauleistungen und bestehenden Verträgen um?
Genau diese Situation kann auch für Bauunternehmen, Handwerksbetriebe, Bauplaner, Lieferanten und andere Auftragnehmer relevant werden, wenn ein Auftraggeber wirtschaftliche Schwierigkeiten bekommt.
Im Zusammenhang mit dem aktuellen Insolvenzverfahren werden sechs Gesellschaften der Wahl-Gruppe genannt. Die Verfahren stehen im Zeichen einer Sanierung in Eigenverwaltung.
Stand der Informationen: September 2026. Bei einem laufenden Insolvenz- oder Sanierungsverfahren können sich einzelne Rahmenbedingungen ändern.
Bei einer Eigenverwaltung bleibt die Unternehmensleitung grundsätzlich stärker in die operative Unternehmensführung eingebunden. Gleichzeitig wird das Verfahren überwacht. Für Geschäftspartner bedeutet das vor allem: Bestehende Verträge, offene Rechnungen und laufende Leistungen sollten genau geprüft und sauber dokumentiert werden.
Noch nicht bezahlte Rechnungen sollten zusammengestellt, nachvollziehbar dokumentiert und hinsichtlich ihres weiteren Vorgehens geprüft werden.
Bei laufenden Leistungen ist wichtig zu wissen, welche Arbeiten bereits ausgeführt wurden und welche Leistungen noch ausstehen.
Angebote, Aufträge, Rechnungen, Aufmaße, Fotos, Lieferscheine, Nachträge und Schriftverkehr sollten vollständig gesichert werden.
Ein Zahlungsausfall kann für ein Bauunternehmen schnell problematisch werden. Besonders bei größeren Bauvorhaben können bereits Material, Personal, Nachunternehmer und Maschinen eingesetzt worden sein.
Welche Rechnungen sind bereits gestellt? Welche Leistungen wurden erbracht? Welche Beträge sind noch offen? Eine strukturierte Übersicht schafft zunächst Klarheit.
Bei einer laufenden Baustelle sollte der aktuelle Leistungsstand nachvollziehbar festgestellt werden. Aufmaße, Fotos und Leistungsnachweise können dabei eine wichtige Grundlage bilden.
Zusätzliche Leistungen, Änderungen und Nachträge sollten getrennt erfasst und mit den dazugehörigen Unterlagen dokumentiert werden.
Pläne, Aufmaße, Abnahmen, Bautagebücher, Fotos, Lieferscheine und Schriftverkehr sollten geordnet und vollständig aufbewahrt werden.
Auch bereits bestelltes Material, ausgeführte Arbeiten und noch ausstehende Leistungen sollten übersichtlich erfasst werden.
Bei Streit über ausgeführte Arbeiten, Mängel oder den Leistungsstand kann eine sachliche technische Dokumentation hilfreich sein.
Für Bauunternehmen, Handwerker und andere Auftragnehmer kann folgende Übersicht helfen, die wichtigsten Informationen zunächst zu ordnen.
Besonders anspruchsvoll kann eine Insolvenz sein, wenn Bauarbeiten bereits begonnen haben. Dann geht es nicht nur um eine offene Rechnung, sondern auch um den tatsächlichen Zustand des Projekts.
Für Bauunternehmen kann es deshalb sinnvoll sein, den vorhandenen Leistungsstand möglichst genau zu erfassen. Dazu können beispielsweise Aufmaße, Fotos, Pläne, Lieferscheine, Bautagebücher und weitere Projektunterlagen gehören.
Auch bereits eingebaute Materialien, noch nicht ausgeführte Leistungen und offene Zusatzleistungen sollten nachvollziehbar dokumentiert werden.
Wenn ein Kunde oder Auftraggeber seine Rechnungen nicht mehr bezahlt, sollte zunächst eine vollständige Übersicht über die Forderungen und die zugrunde liegenden Leistungen erstellt werden.
Entscheidend ist eine klare Zuordnung zwischen Auftrag, ausgeführter Leistung, Rechnung und Zahlungsstatus. Bei mehreren Teilrechnungen oder Nachträgen sollte die Übersicht entsprechend detailliert sein.
Bei Bauleistungen können technische Unterlagen eine wichtige Grundlage für die weitere Prüfung darstellen. Dazu gehören beispielsweise Pläne, Aufmaße, Fotos, Leistungsbeschreibungen und Dokumentationen.
Bei Streitigkeiten zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer geht es häufig um Fragen wie: Welche Leistung wurde tatsächlich erbracht? Welche Arbeiten waren beauftragt? Welche zusätzlichen Leistungen wurden ausgeführt? Und wie weit war die Baustelle zu einem bestimmten Zeitpunkt?
Verträge, Pläne, Angebote, Rechnungen, Nachträge und Schriftverkehr zusammentragen.
Tatsächlich ausgeführte Arbeiten und vorhandener Leistungsstand nachvollziehbar erfassen.
Fotos, Aufmaße und weitere technische Informationen strukturiert zusammenstellen.
Die technischen Informationen für die weitere fachliche oder rechtliche Prüfung vorbereiten.
Nicht nur klassische Bauunternehmen können von einem Zahlungsausfall betroffen sein. Auch Handwerksbetriebe, Lieferanten, Dienstleister und andere Geschäftspartner sollten ihre Projekte und Forderungen im Blick behalten.
Das Beispiel der Wahl-Gruppe zeigt, wie schnell ein großes Insolvenzverfahren öffentliche Aufmerksamkeit erhält. Für Unternehmen aus dem Bau- und Handwerksbereich ist jedoch nicht nur die Größe eines Auftraggebers entscheidend. Auch bei kleineren Auftraggebern kann ein Zahlungsausfall erhebliche Auswirkungen haben.
Laufende Außenanlagen, Pflasterarbeiten, Terrassen, Erdarbeiten und Gartenbauleistungen sollten bei offenen Zahlungen nachvollziehbar dokumentiert werden.
Bei Erdarbeiten, Tiefbau, Entwässerung, Fundamenten und sonstigen Bauleistungen kann eine genaue technische Dokumentation besonders wichtig sein.
Auch Planungsleistungen, Beratungen, Aufmaße und technische Dienstleistungen sollten eindeutig dem jeweiligen Auftrag und Leistungsstand zugeordnet werden.
Tabaplan unterstützt Unternehmen bei der technischen und organisatorischen Aufarbeitung von Bauprojekten. Ziel ist eine nachvollziehbare Darstellung des Projektstands und der vorhandenen Unterlagen.
Bauunternehmen, Handwerksbetriebe, Geschäftsführer, Lieferanten, Dienstleister und andere Geschäftspartner, die bei einem laufenden oder abgeschlossenen Projekt eine strukturierte technische Übersicht benötigen.
Die technische Unterstützung kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn anschließend eine rechtliche Prüfung durch einen Rechtsanwalt, Sachverständigen oder eine andere Fachstelle erfolgen soll.
Projekt besprechenZunächst sollten Verträge, offene Forderungen und bereits erbrachte Leistungen übersichtlich zusammengestellt werden. Die konkrete rechtliche Behandlung hängt vom jeweiligen Verfahren und Einzelfall ab.
Sinnvoll ist eine vollständige Dokumentation von Auftrag, Leistungsstand, Aufmaß, Rechnungen, Nachträgen, Fotos, Lieferscheinen und relevantem Schriftverkehr.
Bei einer laufenden Baustelle sollte zunächst der tatsächliche Leistungsstand festgestellt und dokumentiert werden. Das weitere Vorgehen hängt unter anderem vom Vertrag und vom Insolvenzverfahren ab.
Die offenen Forderungen sollten nachvollziehbar erfasst und den jeweiligen Leistungen und Rechnungen zugeordnet werden. Für die rechtliche Durchsetzung gelten die Regeln des jeweiligen Insolvenzverfahrens.
Bei einer Insolvenz in Eigenverwaltung bleibt die bisherige Unternehmensleitung grundsätzlich stärker in die Geschäftsführung eingebunden. Gleichzeitig wird das Verfahren durch die dafür vorgesehenen Stellen überwacht.
Wichtig ist die genaue Formulierung: Für sechs Gesellschaften wurden Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Ob und wann ein Verfahren eröffnet wird und welche konkreten Auswirkungen entstehen, ist vom jeweiligen Verfahrensstand abhängig.
Tabaplan kann bei der technischen und organisatorischen Aufarbeitung eines Bauprojekts unterstützen, beispielsweise bei Leistungsständen, Aufmaßen, Dokumentationen und Projektunterlagen. Rechtsberatung wird nicht angeboten.
Ja. Die technische und organisatorische Unterstützung bei Bauprojekten kann grundsätzlich auch für Unternehmen außerhalb Hamburgs interessant sein. Die konkrete Möglichkeit hängt vom jeweiligen Projekt und Umfang ab.
Wenn Sie als Bauunternehmen, Handwerksbetrieb, Geschäftsführer, Lieferant oder Geschäftspartner von einer Insolvenz betroffen sind, können wir die technische Situation und vorhandene Projektunterlagen gemeinsam strukturieren.
Anfrage senden